Serap Kahriman

Wahlen Stadt Zürich 2022
Stadtratskandidatin
Gemeinderatskandidatin, Kreis 11

 

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Über mich

1990 in einer kleinen Stadt in der Ostschweiz geboren und aufgewachsen zwischen den hohen Bergen des Toggenburgs, wohne ich nun seit 6 Jahren in der Stadt Zürich und könnte keinen anderen Ort mehr als mein Zuhause bezeichnen. Seit Beginn meiner stadtzürcherischen Wohnkarriere bin ich im Kreis 11 wohnhaft. Der rasche Wandel von Oerlikon fasziniert mich immer wieder aufs Neue - aber nicht nur Oerlikon; die ganze Stadt zieht mich immer wieder in ihren Bann: mit all ihren Facetten, unterschiedlichen Lebensentwürfen, Geschichten, Kulinarik, Natur und Lebensräumen.

Meine Familie stammt ursprünglich aus der Türkei. Mein Grossvater war in den 60er-Jahren als Gastarbeiter in der Schweiz. Die Erkenntnis, dass die Herkunft meiner Eltern bzw. Grosseltern ein solches Politikum ist, hat mein Bewusstsein für gesellschaftspolitische Fragen bereits früh geprägt und geschärft. Der Begriff Migrationsvordergrund soll aufzeigen, dass die Hälfte der StadtzürcherInnen eine Migrationsgeschichte in der Familie zu erzählen hat. Diese multikulturelle Schweiz ist schon längst Realität und soll gehört und wahrgenommen werden.

Als Kind migrantischer Eltern ohne tertiären Bildungsabschluss erschien mir als Jugendliche ein akademischer Lebenslauf unvorstellbar. Nachdem ich meine Lehre als Gärtnerin absolvierte, nahm ich jedoch meinen Mut zusammen und entschied mich, die technische Berufsmatura gleich anzuschliessen. Ich absolvierte meinen Bachelor of Science in Business Law. Meine Bachelorarbeit umfasste das Thema: “Der Familiennachzug für vorläufig aufgenommene Flüchtlinge im Lichte von Art. 8 EMRK und der restriktiven Einwanderungspolitik”. Danach entschied ich mich für den Master in Rechtswissenschaften an der Universität Luzern. Meine Masterarbeit schrieb ich ebenfalls im Asylrecht, diesmal jedoch über die sexuelle Orientierung als Asylgrund. Das Zusammenspiel von Recht und Demokratie hat mich im Studium immer begleitet. Als ich dann “Helvetia ruft” (https://de.alliancef.ch/helvetia-ruft) hörte, wusste ich, dass es an der Zeit ist, dass auf meine Lippenbekenntnisse nun Taten folgen müssen. Bei der jglp bzw. glp fand ich sodann mein politisches Zuhause.

Meine Politik

Menschen und ihre verschiedenen Geschichten und Lebensweisen treiben mich an, eine liberale Gesellschaft zu fordern und fördern. Denn nur wenn alle von uns sich frei entfalten können, ist ein Miteinander möglich. Die Vielfältigkeit und -schichtigkeit unserer Gesellschaft ist sicherlich kein Nachteil, sondern vielmehr eröffnet sie uns den Weg zu einer offenen, fortschrittlichen Gesellschaft. Damit dies jedoch erreicht werden kann, ist es notwendig, dass alle hier lebenden Menschen die gleichen Chancen erhalten. Ich trete dafür ein, dass die Lebensumstände bei der Geburt nicht länger den Lebensweg und Erfolg eines Einzelnen bestimmen.

Die Schweiz hat eine der tiefsten Einbürgerungsquoten in Europa, was dazu führt, dass rund ein Viertel der Schweizer Gesellschaft nicht an den Urnengängen teilnehmen kann. Zudem lässt es unsere stark föderalistisch geprägte Einbürgerungspolitik zu, dass der Erhalt der Schweizer Staatsbürgerschaft bis zu einem gewissen Grad Glückssache ist, je nachdem in welchem Kanton man sich aufhält. Ich setze mich für objektiv messbare, einheitliche und vereinfachte Kriterien im Einbürgerungsverfahren ein. Willkürliche Beschlüsse einer Gemeindeversammlung oder subjektive Empfindungen von Amtsträgern dürfen nicht über die Zugehörigkeit zur Schweiz entscheiden.

Seit 1981 ist die Gleichstellung von Mann und Frau in der Bundesverfassung garantiert. Faktisch ist sie jedoch noch lange nicht  in allen Teilen der Wirtschaft umgesetzt. Damit wir diesem Ziel ein Stück näher kommen, setze ich mich für eine Elternzeit für beide Elternteile ein. Zudem sollen Kinderbetreuungsmöglichkeiten ausgebaut werden und durch Sensibilisierung und Bildung die Geschlechterklischees bei der Berufswahl, wie z.B. in den sog. MINT-Fächern, minimiert werden.

¼ der Schweizer Wohnbevölkerung hat zurzeit weder ein aktives noch passives Wahlrecht. In einigen Kantonen der Schweiz gibt es bereits seit einigen Jahren - im Kanton Neuenburg sogar seit 1849 - ein kommunales bzw. kantonales Stimmrecht. Fast 32% (Stand 2020) der Stadtzürcher Wohnbevölkerung besitzt die Schweizerische Staatsbürgerschaft nicht. Von diesen 32% besitzt die grosse Mehrheit eine C- oder B-Bewilligung (ca. 95%). Diese Personen leben jahrelang hier, zahlen Steuern, nehmen am wirtschaftlichen sowie gesellschaftlichen Leben teil und haben trotzdem keine Möglichkeiten, an politischen Entscheidungen zu partizipieren. Ich setze mich dafür ein, dass Personen ohne Schweizer Staatsbürgerschaft nach 5 Jahren Aufenthalt sich kommunal politisch partizipieren können.

Der Klimawandel beschäftigt mich: Er betrifft nicht nur mich, sondern uns alle und auch die nachfolgenden Generationen. Ich stehe für eine progressive, liberale Klimapolitik ein: möglichst ohne Verbote, dafür mit einer Lenkungspolitik nach dem Verursacherprinzip und positiver Anreizsetzung. Die Sozialverträglichkeit der Massnahmen im Kampf gegen den Klimawandel steht für mich im Vordergrund. Wichtig sind für mich gleichzeitiger Fortschritt in Wirtschaft und Klima.

Ich setze mich für eine echte Verkehrswende und einen nachhaltigeren Gebäudesektor ein. Mir liegt eine verantwortungsvolle und nachhaltige Landwirtschaft am Herzen, die nicht nur Wenigen, sondern Allen die Chance auf eine klimafreundliche und gesunde Ernährung bietet. Ausserdem bin ich davon überzeugt, dass der Finanzsektor eine führende Rolle einnehmen muss. Deshalb fordere ich mehr Transparenz über zugrunde liegende Klimarisiken und eine offene Diskussion über die Rolle, die der Finanzsektor beim Übergang zu einer nachhaltigeren Wirtschaft spielen muss.

Kunst und Kultur sind der Kitt unserer Gesellschaft. Sie bringen uns einander näher und lassen gleichzeitig Reibungsflächen entstehen. Vielmehr noch: Kunst und Kultur sind der Ausdruck unseres menschlichen Daseins. Sie widerspiegeln unsere gesellschaftliche Realität, unsere Denk- und Lebensweisen und unsere Wertvorstellungen. Genau deshalb ist die Förderung von Kunst und Kultur sehr wichtig: Sie entwickelt nicht nur unsere diverse Gesellschaft weiter - auch Demokratie und Recht können dadurch kritisch beleuchtet und weiterentwickelt werden. Umso wichtiger ist es deshalb, jungen Kulturschaffenden den nötigen Raum zu bieten und die notwendigen Ressourcen wirkungsvoll beizusteuern. Am Schluss profitieren nämlich alle davon - das Individuum, die Gesellschaft und der Staat.

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